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Akademischer Nachwuchs braucht Perspektiven in Sachsen-Anhalt

Zu den möglichen Finanzkürzungen bei den Hochschulen im Rahmen der Vorschläge des Landesfinanzministers Jens Bullerjahn (SPD) erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Sachsen-Anhalt Sven Schulze

Als Junge Union sprechen wir uns deutlich gegen Einsparungen bei den Finanzzuweisungen an die Hochschulen des Landes aus. Denn diese würden unweigerlich dazu führen, dass junge Akademikerinnen und Akademiker unser Land verlassen. Das kann sich Sachsen-Anhalt als Wissens-, Wissenschafts-, und Wirtschaftsstandort einfach nicht leisten, ohne gleichzeitig seine Zukunftsfähigkeit zu gefährden.
Denn während Professoren als Beamte und die meisten Angestellten in der Universitätsverwaltung nur in geringem Maße von Einsparungen im Personalbereich betroffen wären, würde es den akademischen Nachwuchs, der meist in befristeten Anstellungsverhältnissen arbeitet, voll treffen. Gerade aber diese jungen Nachwuchswissenschaftler sind meist der Motor für Innovationen und sind das Fundament für die Erfüllung des Lehrauftrages an den Hochschulen des Landes.
Diesen Menschen, die am Anfang ihrer akademischen Laufbahn stehen, müssen Perspektiven zur beruflichen Entwicklung in Sachsen-Anhalt gegeben werden, den unser Land ist auf ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zur weiteren Entwicklung maßgeblich angewiesen. Es kann ja nicht das Ziel der politisch Verantwortlichen sein, hier öffentliche Gelder in die Finanzierung der Ausbildung zu stecken und die Rendite in Form von Forschung, Entwicklung und Lehre zu verlieren.
Natürlich ist Haushaltskonsolidierung in Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise unumgänglich, aber wer an der falschen Stelle spart, den wird diese Entscheidung später sehr viel teurer kommen. Die Hochschulen haben bereits in den vergangenen Jahren durch Umstrukturierungen, die Konzentrationen von Studiengängen und weitere Maßnahmen erhebliche Mittel eingespart bzw. ihre Effizienz erheblich gesteigert. Dass dabei die Qualität von Forschung und Lehre nicht gelitten hat, zeigen die aktuellen Ergebnisse bei den verschiedensten Hochschulrankings. Weitere Mittelkürzungen würden an die Substanz dieser Einrichtungen gehen und deren Attraktivität für Lehrende wie Studierende sowie deren Leistungsfähigkeit massiv gefährden.   
Wir unterstützen deshalb die Forderung der verschiedensten Akteure, die Hochschulen bei den neuen Überlegungen zu Einsparungen außen vor zu lassen.